8 Hashtag-Fehler und wie man sie vermeidet

Ich weiß, was Ihr jetzt denkt: bei so was Banalem wie Hashtags kann man doch nichts falsch machen! – Doch man kann! Hashtags sind ein wichtiger Bestandteil des Social Media Marketing  und des Wachstums – Besonders auf Instagram und Twitter. Angesichts dessen kann der richtige Einsatz von Hashtags ein bisschen kompliziert sein, als man vielleicht vermutet.

Aus diesem Grund stellen wir heute die häufigsten Hashtag-Fehler vor. Und noch viel wichtiger, wie Ihr sie vermeidet.

 

1. „Beliebte“ oder allgemeine Hashtags zu benutzen

Der einfachste Hashtag-Fehler ist es nur beliebte Hashtags zu nehmen. In der Theorie macht es Sinn, die beliebtesten Hashtags zur Präsentation zu benutzen. Aber in der Praxis erreicht man hiermit nicht die langfristigen Ergebnisse, die man sich erhofft oder beabsichtigt.

Ja natürlich, Hashtags wie #Love und #Beautiful haben hunderttausende Posts. Nichtsdestotrotz sind diese allgemeinen Hashtags nutzlos für Unternehmen. Man bekommt zwar Likes, allerdings nicht von den Menschen, die tatsächlich an dem Unternehmen interessiert sind.

Stattdessen sollte man die Verwendung von spezifischen Hashtags anstreben. Diese sollten auf die Zielgruppe, den Inhalt des Posts, die Branche oder Schlüsselbegriffe gerichtet sein.

 

2. Hashtags nicht zu recherchieren

Ein anderer großer Fehler ist es, keine sorgfältige Nachforschung über die betreffenden Hashtags zu betreiben.

Bevor man sich also für einen Hashtag entscheidet, sollte man sie einfach mal in die Instagram- oder Twitter-Suchleiste eingeben. Wenn man sich dann die aufkommenden Bilder bzw. Tweets genau ansieht, kann man schon beurteilen, ob der Hashtag zum eigenen Content passt. Eine kleine Suche vorab kann euch eine Menge Mühe ersparen.

Bewährte Hashtag-Research-Tools (JA, sowas gibt es!) sind:

Ritetag – listet alle laufenden und populären Twitter Hashtags. Hier könnt ihr eure eigenen Keywords eingeben und deren Ausführung sowie verwandte Hashtags prüfen. Darüber hinaus kann man eine Menge Statistiken einsehen, wie „Hashtag-Retweets“ und „Hashtag-Sichtungen“. Ein kleiner Trick: tweetet an @ritetagAPI „“@ritetagAPI #YourHashtagHere stats“ um einen Tweet mit einem Link zu euren Hashtag-Analysen innerhalb von Sekunden zu erhalten.

Tagboard – gibt man hier einen Hashtag ein, erhält man ein schönes Raster von Facebook-Posts oder Tweets, die den entsprechenden Hashtag enthalten. Zusätzlich macht es das Layout sichtlich einfacher neue, verwandte Hashtags den Benutzer-Untertiteln zu entnehmen.

Hashtags.org – Dies ist ein klassisches Tool und eine weitere einfache Methode, um neue Hashtags zu recherchieren.

Tagsforlikes.com – Dieses Tool ist speziell für Instagram; listet aber auch die beliebtesten Hashtags nach verschiedenen Kriterien auf.

 

3. Einheimische Hashtags zu ignorieren

Das ist ein großes Thema, wenn man Kunden in einem bestimmten Gebiet anvisiert. Von einer Gemeinde einbezogen zu werden ist ein guter Weg, um Beziehungen aufzubauen. Und vor allem erhält man so die Möglichkeit sich innerhalb der Zielgruppe zu präsentieren.

Probiert es doch mal aus: verwendet zu einer Region passende Hashtags wie #Saarbrücken oder #IloveSaarbrücken. Falls Ihr ein örtliches Event unterstützt, benutzt den Event-Hashtag, um euch vor anderen zu platzieren, die auch an der Veranstaltung teilnehmen.

 

4. Neue Hashtags nicht zu testen

Man wird immer bewährte Hashtags haben, die das gewünschte Publikum anziehen. Der Hashtag-Fehler, den man hier machen kann, ist sich ausschließlich auf diese bevorzugten zu verlassen. Stattdessen solltet Ihr euch überlegen, neue zu finden.

Nehmt euch die Zeit, um eure Hashtag-Sammlung gelegentlich aufzufrischen und neue Hashtags zu testen. Alles befindet sich in einem ständigen Wechsel, wenn es sich um Social Media dreht. Manche Hashtags sind eventuell gesättigt mit Content. Es gibt viel Platz um neue Hashtags zu entdecken, die effizienter für eure Marke oder Unternehmen wirken können.

 

5. Verwandte Hashtags nicht zu benutzen

Anknüpfend an den vorrangegangenen Punkt: keine Hashtags zu verwenden, die mit dem Haupthashtag verbunden sind, kann ein großer Nachteil sein.

Manchmal will man es ein bisschen lockerer angehen. Das kann ein guter Weg sein, um eine tiefere Bindung zur Zielgruppe aufzubauen. Nehmt eher zwanglose Hashtags in Zusammenhang mit Eurem Post und Eurer Marke.

Der kanadische Hersteller von Taschen und Rucksäcken Herschel Supply postete ein Video, das hierzu ein gutes Beispiel abgibt. Man sieht einen Mann, der einen Hotelwagen mit Gepäck belädt, die Überschrift lautet „Packed for every possibility #WellPacked #HerschelSupply“. Der hier verwendete Hashtag nimmt nicht nur Bezug auf das Produkt, darüber hinaus spricht er Nutzer, die gerne reisen, gezielt an.

 

6. Eine Million Hashtags in der Schlagzeile einzusetzen

Es ist effektiv die Dinge einfach zu halten und auch mal einen Hashtag als Schlagzeile zu verwenden. Was sagt Ihr? Viel hilft viel? – Falsch! „Weniger ist mehr“ lautet das Motto! Auch in Bezug auf Hashtags. Eine Menge Hashtags in einen Titel zu packen oder gar als Titel selbst zu benutzen, ist nicht empfehlenswert. Ein Übergebrauch an Hashtags tötet eure Botschaft, da User dazu neigen Überschriften mit zu vielen Hashtags zu ignorieren.

 

7. Hashtaggebrauch nicht nachzuverfolgen oder zu analysieren

Viele Marken und Unternehmen benutzen Hashtags, um über Ihre Posts während einer bestimmten Kampagne (wie ein Wettbewerb) den Überblick behalten zu können. Zur Entwicklung eures Social Media Marketing ist es unbedingt erforderlich den Erfolg (bzw. Misserfolg) eurer Kampagnen zu messen und zu analysieren.

Eine gute Methode zur Erfolgs- und Reichweitenanalyse ist das Hashtag-Tracking. Das fängt schon dabei an die Anzahl der Posts mit einem bestimmten Hashtag im Auge zu behalten. Natürlich kann man auch Tools für die Auswertung zur Hilfe nehmen.

 

8. Überhaupt keine Hashtags einzusetzen

Der größte Fehler den ihr mit Abstand machen könnt, wäre überhaupt keine Hashtags zu benutzen.

Sofern man nicht gerade eine Marke mit einer hohen Nutzerbeteiligung bedient, sollte man nicht verpassen Hashtags in Tweets  und in Instagram Posts einzusetzen. Wenn man seine Marke auf Social Media aufbaut, hilft jedes bisschen an positiver Aufmerksamkeit – und Hashtags sind ein schneller Weg dies zu erreichen.

Hashtags sind vor allem auch ein Suchhilfsmittel. Sie tragen dazu bei, dass mehr Menschen euer Profil, eure Posts und eure Inhalte finden.

Genau hier ist der Haken – um Hashtags für Reichweite zu nutzen, müssen sie strategisch eingesetzt werden. Das sind die Fakten:

  • Tweets, die Hashtags enthalten bekommen 2x mehr Aufmerksamkeit als welche ohne
  • Tweets mit 1-2 Hashtags erhalten 21% mehr Aufmerksamkeit. Aber der Einsatz von mehr als 2 Hashtags senkt die Aufmerksamkeit um 17%!
  • 25% der Tweets werden retweetet; Tweets mit Hashtags werden zu 40% retweetet
  • User neigen um 55% mehr zum Retweeten von Posts mit mind. 1 Hashtag.

Die Schlussfolgerung hieraus ist: Wenn ihr lernt Hashtags in eurem Social Media Marketing richtig einzusetzen, seit ihr in der Lage Leute zu erreichen, die auch wirklich an euren Inhalten interessiert sind, die noch nicht Teil eures Netzwerks sind und somit euren Wachstum und Bekanntheitsgrad steigern.

 

Autor: Laura Pellens