Amazon-Bestellung per Dash-Button

„Sausen, rasen, düsen, flitzen“ – mit diesen Worten lässt sich die englische Bezeichnung „to dash“ am besten übersetzen. Eine treffende Bezeichnung für den von Amazon entwickelten „Dash“-Button. Denn mit ihm soll die Nachbestellung von einzelnen Alltagsprodukten um einiges beschleunigt werden. Statt einem kompletten Bestellvorgang, genügt ein einziger Knopfdruck und das ganz ohne Computer oder Smartphone.

Wie funktioniert das?

Die „Dash“-Bestellknöpfe sind kleine Geräte die mit dem WLAN verbunden sind. Ein bisschen sehen sie aus wie eine Türklingel mit Markenlabel drauf. Jeder Knopf ist an ein bestimmtes Produkt nach Wahl gekoppelt. Will ein Kunde die Marke wechseln, so muss er den entsprechenden „Dash“-Button kaufen. Sobald der Knopf gedrückt wird, geht bei Amazon die Bestellung ein. Zur Absicherung des Kunden bietet der Knopf die Funktion „Bestellschutz“, damit es nicht zu versehentlichen Bestellungen kommen kann.

Zusätzlich zu dem „Dash“-Button führt Amazon auch die automatisierte Version dieses Dienstes ein. D.h. vernetzte Geräte wie zum Beispiel die Waschmaschine oder der Drucker können selbst Artikel wie Waschmittel oder Tintenpatrone vor dem Verbrauch nachbestellen.

Costa quanta?

Amazon verkauft die „Dash“-Buttons für 4,99 Euro – die beim ersten Einkauf wieder gut geschrieben werden. Zum Start seien laut Amazon-Manager, Amir Pelleg, eine Menge bekannter Marken dabei. Die typischen Produkte mit hohem Nachfragebedarf sind vor allem Reinigungsmittel, Kosmetik-Artikel und Futter für Haustiere.

USA ist Vorreiter

In den USA gibt es die kleinen Bestellknöpfe von Amazon schon seit dem Frühjahr 2015. In den letzten zwei Monaten hätten sich die Bestellungen dort angeblich bereits verdreifacht. Aktuell seien es zwei Bestellungen pro Minute. In den USA seien Haushaltsartikel aus Papier, Waschmittel und Getränke unter den am häufigsten bestellten Waren. Insbesondere den Marken wäre wichtig gewesen schnell auch international mit dem Button vertreten zu sein.

Ziemlich futuristisch

Alles in allem ist das Prinzip für den „Dash“-Button durchaus schlüssig. Es gibt nun mal Haushaltsartikel, die dürfen nicht leer werden – ich sag nur Toilettenpapier. Umso besser, wenn die Bestellung rasend schnell bzw. sogar ganz von allein geht. Dass elektronische Geräte Dinge von allein tun, kommt in jedem Science Fiction-Film vor, doch es in der Realität zu erleben ist schon ziemlich futuristisch.

Wie bequem brauchen wir es denn eigentlich?

Die Möglichkeiten des Online-Shoppens sind mittlerweile fast grenzenlos. Sicher ist es oft bequemer oder einfacher etwas zu bestellen, als vor Ort einkaufen zu gehen. Wenn es sich beispielsweise um große, sperrige Dinge wie Möbel handelt. Nicht jeder hat hier die Möglichkeit für den Transport. Häufig fehlt auch die Zeit, allein dadurch, dass man berufstätig und an Öffnungszeiten gebunden ist.

Aber jetzt mal ehrlich: ist es wirklich nötig sich ein Päckchen Waschmittel einzeln nachzubestellen, statt rechtzeitig alle wichtigen Haushaltsartikel (die zur Neige gehen) beim Wocheneinkauf in einem mitzubringen?

 

Autor: mbs