Black-Friday & Cyber-Monday-(Week)

Ohhhhhhhh du komm-er-zielle!

Los geht’s! Alle Jahre wieder grüßt das Black-Friday-Kind?  Äh Christkind, genau Christkind oder doch eher die (werbetreibenden) Konzerne dieser Welt? Sicherlich muss man kein Wirtschaftsexperte sein, um zu begreifen das Weihnachten stark kommerzialisiert wurde. Aber ist das wirklich so schlimm? Allein das Stadtmarketing der Bundesländer spielt den Unternehmen mit festlicher Beleuchtung und Dekoration der Straßen in die Karten. Die weihnachtlich geschaffene Atmosphäre von Weihnachtsgirlanden bis hin zum obligatorischen Weihnachtsmarkt auf jedem Stadtmarkt lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen, sondern auch die der Werbetreibenden.

Wie begann eigentlich Kommerzialisierung von Weihnachten? Ist es die geschaffene Figur von Coca-Cola: Santa Claus, die den Getränkeverkauf seit 1931 ankurbelt? Ist es die Werbung, die mich zum Kauf von Geschenken animieren will oder dass ich mal meinen Vater anrufen sollte, so wie es EDEKA von mir möchte? Dies alles belegt die Kommerzialisierung von Weihachten. Wenn ich mich auf einen Feierabend-Glühwein mit meinen Freunden treffe und die Kommerzialisierung mal in der Runde anspreche, fällt mir alle Jahre auf: Wieder sind die Anderen schuld. Großkonzerne, die herzlos die herzigste Zeit des Jahres für ihre Umsatzsteigerung ausschlachten wollen. Politiker, die verkaufsoffene Sonntage im Dezember durch mehr Gesetze und Verordnungen fordern oder dass auch an Feiertagen gearbeitet werden muss, ähm darf. Und die Kirche? Die duckt sich und lässt diese Entwicklung zu. So jedenfalls die vermehrten Meinungsbildner. Aber eins ist sicher: Eine Teilschuld trifft auf alle diese Gruppen zu.

Weihnachten, Geschenke und Kommerz

Der ein oder andere Misanthrop wird wahrscheinlich mit dem Urkern von Weihnachten nichts mehr anzufangen wissen, bei diesem Medienrummel, der um das heiligste Fest gefeiert wird. Natürlich braucht eine Glaubensgemeinschaft einen Ruhepunkt, ein Silvester des Glaubens sozusagen. Aber wird das Fest nicht etwas übertrieben inszeniert durch Werbung und Emotionen, die uns speziell durch ganzheitliche Werbung in unseren Köpfen eingepflanzt wurde? So mancher Christ wird bestimmt auch am Heiligabend, kurz bevor die Laden schließen, sich lastminute auf den Geschenkerausch einlassen. Aber der Geschenkeimpuls wird oft durch die Werbung unmittelbar beeinflusst.

Ich finde, Weihnachten ist so kommerziell, wie wir es zulassen und dazu machen! Egal ob Atheist, Jude, Muslim oder Christ. Wir haben es letztendlich, fernab der Werbung, selbst in der Hand wie wir uns von den Medien beeinflussen lassen, wie viel Geld wir investieren und wie viel Stress wir uns selbst machen. Die eigentliche Kommerzialisierung geht von uns aus, der Mitte der Gesellschaft. Ohne uns würde dieser Medienrummel erst gar nicht existieren, umso mehr wir mitmachen desto stärker wächst er. Letzendlich sind wir die Rezipienten der Werbung, auch wenn die Werbetreibenden unsere Kaufentscheidung zu ihren Gunsten verzerren wollen. Wer will kann sich über die Kommerzialisierung von Weihnachten aufregen, sogar zu einer Gegenbewegung aufrufen und wer nicht, der feiert einfach nur Weihnachten. Es liegt also an jedem selbst wie er Weihnachten in sein Herz aufnimmt, werbegesteuert oder nicht, stille oder laute Weihnacht, es liegt gänzlich an uns.

 

Black-Friday & Cyber Monday-(Week)

Seit mehreren Jahren haben sich die Einkaufsaktionstage aus den USA auch in Deutschland etabliert. So findet vom 21. bis zum 28. November 2016 die Cyber-Monday-Woche auf Amazon statt. Zahlreiche Anbieter locken am Black-Friday (jaaaaaaa heute) vierundzwanzig Stunden lang mit Schnäppchenpreisen für die ganze Familie.
Black Firday ist oftmals, der Startschuss des Shopping-Marathons für die meisten Schnäppchenjäger. *Shoppingschrotflintenachladen*. Fast 10 Jahre (be)herrscht dieser Hype aus dem Westen auch (bei) uns. Black Friday und die Cyber Weeks sind die Rabattschlachten im Web 2.0 schlechthin. Marketingtechnisch erlauben diese Wochen den Unternehmen ihre Preispolitik anzupassen, um das ganz große Weihnachtsgeschäft durchzuführen.

Amazon ist einer der Big Boys in dieser Zeit. Das Online-Versandhaus ist schon seit Oktober in den Vorbereitungen, Optimierungen und Serverwartungen gehören zur täglichen Routine. Amazon hat den Black-Friday quasi nach Deutschland importiert, was noch vor 10 Jahren geliebäugelt wurde, ist heutzutage knallhartes Online Marketing an dem sich mehr als 285 Online-Shops beteiligen.

No easy business as usual – insgesamt werden in diesen Wochen von Cyber Monday bis zum Black-Friday (bis 28.11), in Deutschland ca. 1 Milliarde Euro umgesetzt.

Die Deutschen neigen dazu, in diesem Zeitraum das 4-fache der Beträge auszugeben, als es zu Weihnachten der Fall ist, da die Rabatt-Taktik perfekt aufgeht. Durchschnittlich besagen die Statistiken ca. 400€ im Warenkorb jedes einzelnen Online-Shoppers. In der Vorweihnachtszeit allerdings liegt der Warenkorbwert bei ca. 100€ pro Bestellung.

Wer als Onlinehändler nicht zu diesen Rabattspektakeln seine Preise anpasst, wird als Verlierer dieser Zeit hervorgehen. Exorbitante Rabatte von 50 bis 75 Prozent werden einmalig in dieser Zeit von den Händlern gewährleistet. Wer da noch widerstehen kann muss zur Vorweihnachtszeit tiefer in die Tasche greifen.

 

Hacken statt Weihnachtssocken häkeln

An die Peripheriegeräte fertig los! Black-Friday, ist der Startschuss für die Weihnachtsshoppingzeit im Web. Doch ist das alles noch so sicher wie wir glauben? Im Oktober diesen Jahres wurde der Großkonzern für Media Software Adobe gehackt. Wie kann das passieren bei unzähligen Sicherheitsprotokollen und CTO’s, die mehr als ein durchschnittliches Top-Manager-Gehalt beziehen? Dafür habe ich leider keine adäquate Antwort für euch, aber einen Tipp: Nutzer sollten vor allem heute und in der Cyber-Week sowie Monday beim Online Shopping aufpassen. Betrügerische Händler tummeln sich gerne zu dieser Zeit auf Handelsplattformen. Die Phishing-Gefahr ist in diesem Verkaufsquartal 8-mal so hoch. Eine aktuelle Studie von Kaspersky Lab warnt Online-Händler und Finanzorganisationen über den einkaufsstarken Zeitraum Oktober bis Dezember:

  • Augen auf bei den Cyber Weeks: Oft versuchen Hacker ihre Sinne zu täuschen und treten vermehrt in diesen Wochen als Händler auf und verbreiten gefakte Shop-Seiten unter den kaufwütigen Onlineshoppern, achten sie daher auf Spam und falsche Werbung. Vor allem Finanz-Malware oder Phishing-Seiten werden gerne von den Hackern zu diesen Anlässen wie „Cyber Monday“ oder „Black-Friday“ verwendet.
  • Fake Visakarten: Der Handel im Black Web mit gefälschten Geldkarten boomt mehr denn je. Im Dezember vergangen Jahres stieg die Anzahl von gefälschten Geldkarten um das Zehnfache.
  • Geschäfte müssen mit DDoS-Attacken rechnen: Kaspersky Lab vermutet, dass in dieser Zeit nicht die Banken, wie so üblich, das Ziel von DDoS-Attacken sind, sondern vermehrt die Online-Händler. Auch die POS, dem Point-of-Sale, also die Kassensysteme stehen vermehrt auf der Zielliste der Angreifer.

Quelle (engl.):  Pressemeldung-Kaspersky

 

Autor: Stefan Albrecht