Der Facebook-Algorithmus

Durch einen Algorithmus entscheidet Facebook über die Zusammenstellung der Timeline eines Nutzers. Dabei gibt es folgende Faktoren, die den Algorithmus beeinflussen.

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Positive Einflüsse

Es gibt drei Faktoren, die die Grundsteine des Algorithmus bilden.

1. Verbundenheit

Mit dem sogenannten „Affinity-Score“ kann Facebook die Beziehungen zwischen User und Freunden oder Unternehmensseiten beschreiben und zusammentragen. Je öfter die Nutzer untereinander interagieren, desto stärker wird die Beziehung von Facebook gewertet. Damit wird festgelegt, wie interessant eine Seite oder eine Person für den User und dessen Timeline ist.

2. Gewichtung

Dies bezieht sich auf die Reaktionen der User auf einen einzelnen Facebook-Post. Dabei wird festgestellt, wie oft der Beitrag kommentiert, geliked und geteilt wurde. Außerdem wird das Verhältnis zwischen Klicks und Likes beachtet. Hinzu kommt, dass untersucht wird, ob und wie viele Freunde und andere Nutzer mit einem Post interagiert haben.

Der Algorithmus analysiert zudem auch das Verhalten eines Nutzers. Ein User der viele Bilder kommentiert, wird auch vermehrt Bilder in seiner Timeline vorfinden. Jemand, der eher mit Links arbeitet, wird auch eher Links in seiner Timeline haben. Genauso wird die Häufigkeit der Kommentare beachtet. Der Kommentar eines Nutzers, der jeden Tag mehrere Kommentare schreibt, zählt wahrscheinlich weniger, als der Kommentar eines Nutzers, der nur einmal im Monat einen Kommentar hinterlässt.

3. Verfallszeit

Dieser Faktor betrifft den Zeitpunkt eines Posts. Als Unternehmen möchte man so viele Nutzer aus der Zielgruppe erreichen, wie möglich. Dabei sollte das Unternehmen herausfinden, zu welcher Zeit die meisten User online sind. Hierfür ist Analytics eine große Hilfe, da das Tool nicht nur sagt, wie viele Aufrufe ein Beitrag hat, sondern auch zu welcher Tageszeit.

Da Facebook immer die wichtigsten und aktuellsten Nachrichten vorweisen möchte, haben alte Meldungen von letzter Woche kaum eine Chance.

Zu den genannten Faktoren gibt es noch viele weitere Einflüsse, die auf den Newsfeed einwirken. Zum Beispiel sollte immer darauf geachtet werden, dass der Inhalt eines Posts für die Zielgruppe einen Mehrwert bietet. Auch sollte man immer die Statistik im Auge behalten, um frühzeitig auf Veränderungen des Nutzerverhaltens reagieren zu können.

Negative Einflüsse

Neben positiven Einflüssen gibt es auch negative Einflüsse. Ebenso gilt hier, dass es mehrere Gründe für ein negatives Ranking gibt.

1. Negatives Feedback

Nutzer können sich aktiv dafür entscheiden, bestimmte Inhalte in der Timeline auszublenden. Dazu befindet sich im Beitrag in der rechten oberen Ecke ein Menü, dessen erster Punkt „Beitrag verbergen“ heißt.

2. Interaktionsaufruf

Facebook möchte verhindern, dass Seiten mit Beiträgen direkt zur Interaktion aufrufen.  Das bedeutet, dass Sätze wie „Wenn du für A bist dann gib ein Like, wenn du für B bist dann kommentiere.“ Keinen guten Einfluss auf das Ranking haben.

3. Werbung

Facebook-Werbung hilft im Allgemeinen dabei neue Nutzer anzuwerben. Aber es gibt beim Werbungschalten einige Regeln, die man beachten sollte. Übertriebene Werbung, Spam oder auch das Teilen von Werbeinhalten als Link werden von Facebook negativ bewertet.

Fazit

Der Facebook-Algorithmus ist ein sich ständig veränderndes Programm. Es werden Veränderungen vorgenommen und Einflüsse werden hinzugefügt oder entfernt. Man sollte daher immer darauf achten, den Nutzern einen wertvollen Mehrwert zu bieten. Dabei sollte man sich selbst die Frage stellen, ob man als Nutzer daran interessiert wäre, den Beitrag zu teilen und diesen in dem eigenem Newsfeed zu sehen.