Geplanter Babyboom in Dänemark

Wie eine Videokampagne die Dänen zum Sex anregt

 

Bei Marken aus Dänemark denkt man – Na klar! – sofort an das Dänische Bettenlager. Hm ja, die folgende Kampagne schlägt in eine ähnliche Kante, doch um es auf den Punkt zu bringen visiert sie eher den Bettensport selbst an. Statt preiswerter Qualität heißt es hier „Poppen für Dänemark“ oder „Bumsen für Mutti“. Die Videokampagne des Reisebüros Spies macht auf die rückläufige Geburtenrate in der Nation aufmerksam und will diese revidieren. Zu Beginn wird einem die aktuelle Situation in Dänemark näher gebracht. Die Nation wird immer Älter und die Jungen bekommen einfach keinen Nachwuchs mehr. Diesem Phänomen will man auf den Grund gehen. Was braucht man, um die Menschen wieder ins Bettt zu bringen? Falsch, keine Matratze, sondern der Studie zufolge: Warmes Klima, körperliche Aktivität und gemeinsames Schwitzen. Denn nach wissenschaftlichen Erkenntnissen werden mehr Kinder im Strandurlaub, als beim Campen gezeugt. Zudem regen gemeinsames Sporttreiben nicht nur die Schweißproduktion, sondern auch den Sexualtrieb an.

 

Kinder, was macht ihr denn?

 

Die Macher der Kampagne zielen damit auf die emotionale Ebene der Zuschauer. Enkel für Mutti, denn deine Mama möchte auch mal Oma werden. Da die Kinder dies ziemlich arg schleifen lassen muss Mutti es halt mal wieder selbst in die Hand nehmen. Natürlich nicht wörtlich, sondern eher im übertragenen Sinne! Die Devise der Dänen: Ab in den Süden. Denn dänische Mamas konnten daraufhin den Urlaub ihrer Kinder mitfinanzieren, und neun Monate später auf Nachwuchs hoffen. Sie denken, die Spinnen die Dänen? Falsch gedacht, denn das Marketingkonzept schlug ein wie ein Eisprung und ein geplatztes Kondom legte sich über die gesamte Nation. Ein gezielt geplanter Boom, denn bis Ende August sollen nach Schätzungen noch 16.200 Babys zur Welt kommen. Das wären dann 1200 mehr als im vergangenen Sommer. Ein Rekordhoch von 60.000 Geburten in Dänemark. Zwar immer noch zu wenig, um den dänischen Sozialstaat finanziell zu tragen, doch immerhin schon mal ein Schritt in eine kinderreiche Zukunft.

 

Fazit

 

Verrückte Idee, die jedoch fruchtet. Schön gelöstes Problem, dass auch die aktuelle Situation im Land aufmerksam macht und Lösungsvorschläge vorzeigt. Und man könnte sich natürlich schlimmeres vorstellen, als von Mutti einen Strandurlaub finanziert zu bekommen, oder?

 

Autor: Antonia Weber