Künstliche Intelligenz entwickelt Filmtrailer

In dem Film „Das Morgan Projekt“ (Kinostart im Dezember 2016) geht es um ein künstlich geschaffenes Wesen und die damit verbundenen möglichen Risiken. Ironischerweise bzw. genau aus diesem Grund wurde der Trailer zu dem Science-Fiction-Thriller von der künstlichen Intelligenz „Watson“ von IBM entwickelt.

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Handlung des Films

Die kleine Morgan (Anya Taylor-Joy ) ist ein von Wissenschaftlern künstlich geschaffener Mensch. Innerhalb kürzester Zeit wächst sie heran, lernt und entwickelt übermenschliche Fähigkeiten.
Nach einem schrecklichen Unfall soll die Unternehmensberaterin in Sachen Risiko-Management (Kate Mara) die Folgen einschätzen und beurteilen, ob Morgan eine Gefahr darstellt. Regisseur Luke Scott liefert mit „Das Morgan Projekt“ sein Spielfilmdebüt. Als Sohn von Sci-Fi-Experte Ridley Scott, der für Hits wie „Alien“, „Blade Runner“ und „Der Marsianer“ verantwortlich ist, liegt ihm das Genre sicher im Blut. Das verspricht zumindest der Trailer.

Marketing vom Feinsten

Wie lässt sich das Thema „künstliche Intelligenz“ am besten transportieren und vor allem bewerben? Na klar, indem eine künstliche Intelligenz selbst den Trailer anfertigt. Und das hat der betreffende Supercomputer mit dem Namen „Watson“ hervorgebracht:

 

 

Wie hat er das gemacht?

IBM-Manager John R. Smith erklärt in einem Blogbeitrag wie genau das funktionierte:

 1) Visuelle Analyse: Watson kann Personen, Objekte und die Szenerie erkennen.  Aus einer Datenbank von 24 Emotionen ordnete die KI jeder Person jeweils die passende Emotion zu und verknüpfte jede Szenerie mit einer von insgesamt 22.000 Kategorien, wie zum Beispiel „erschreckend“.

2) Audio-Analyse: Um der jeweiligen Szenerie ein Gefühl zuzuordnen, untersuchte Watson, welche Musik im Hintergrund spielte und welche Tonlage die sprechenden Charaktere aufwiesen.

3) Analyse der Szenen-Zusammensetzung: Hierbei wurde unter anderem  analysiert, welche Lichteinstellungen oder Aufnahmeorte für Spannung sorgen.

Man hat sozusagen dem Computer beigebracht, was furchteinflößend ist, damit er einen Trailer aufbauen kann, der als spannend angesehen wird. Mit dem Wissen welche Szenen üblicherweise für Trailer verwendet werden, war Watson in der Lage den Film „Das Morgan Projekt“ zu analysieren und passende Stellen herauszufiltern. Ein Filmteam (aus realen Menschen) setzte aus den zehn ausgewählten Sequenzen des Systems schließlich den Trailer zusammen. Wofür in der Regel Menschen 10 bis 30 Tage brauchen, benötigte Watson nur 24 Stunden. Und das Endergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

 Terminator lässt grüßen

Durch den Einsatz von Computern lassen sich Zeit und Geld einsparen und das ist nützlich und nützlich ist gut. Richtig? So einfach ist es in dem Fall „künstliche Intelligenz“ leider nicht. Bereits der britische Physiker und Astrophysiker, Stephen Hawking, hat sich schon 2014 zu dem Thema überaus kritisch geäußert. Er hält KI für eine reale Bedrohung für die menschliche Existenz! Und diese Aussage stammt von einem der intelligentesten und bedeutendsten Menschen der Weltgeschichte. Das sollte man nicht unterschätzen.

„Terminator“, „I, Robot“, „Eagle Eye“, „Ex Machina“ – sicher es sind nur Filme, aber im Grunde haben sie bereits gezeigt, dass die künstliche Intelligenz letztendlich die Menschen verdrängen wird.

 

Autor: Laura Pellens