Lohnt sich Influencer-Marketing überhaupt?

Influencer-Marketing ist ein beliebtes Tool heutzutage. Um uptodate zu sein braucht man auch einen Social-Media-Star in seiner Kampagne. Aber lohnt sich das denn wirklich? Was gilt es zu beachten und wie definiert man Erfolg?

Menschen, die eine hohe Reichweite in den sozialen Netzwerken haben, nennt man Influencer. Denn sie besitzen einen gewissen Einfluss auf die Leute, die Ihnen folgen. Mit steigender Reichweite werden die Influencer auch interessanter für Produktplatzierungen. Bevor ein Unternehmen allerdings Geld in Influencer-Marketing steckt, sollte es unbedingt eine erkennbare Strategie verfolgen. Denn das ist oft, der Grund für das Scheitern dieser Maßnahme. Durch den Druck von Vorgesetzten stehen die Marketing-Manager oft unter Zugzwang. Also werden einfach mal ein paar Influencer angehauen. Sie erwähnen unsere Produkte in Ihren Blogs, Vlogs und zahlreichen Social Media Accounts. Verlinken uns idealerweise. Wir gewinnen Follower. Und das Produkt verkauft sich ruck zuck. Leichter gesagt als getan.

 

Schnee von gestern!

Dadurch, dass viele Influencer gleich 25 Kooperationen pro Monat haben, stellt sich die Frage, wie effektiv eine einzige Erwähnung (inkl. Verlinkung) einer Marke bzw. eines Produktes wirklich ist. Um zu erkennen, dass hier keine Werbewirkung hängen bleibt, muss man kein Experte sein. Schließlich wird am nächsten Tag schon wieder ein nächstes Produkt vorgeführt. Und trotzdem betreiben Unternehmen immensen (finanziellen) Aufwand, um gewisse Influencer für sich zu gewinnen. Tja aber wenn man nicht weiß, wo man hin will, darf man sich nicht wundern, wenn man falsch ankommt. Mit Marketing-Zielen verhält es sich nicht anders. Erst legt man ein Ziel fest. Und dann nimmt man den Weg dahin in Angriff.

 

Marketing ist ein Marathon und kein Sprint

Wie gesagt, reich es nicht einmal flüchtig erwähnt zu werden. Um fest im Gedächtnis der Zielgruppe verankert zu sein, bedarf es regelmäßiger Wiederholungen. Nachhaltigkeit ist hier das Schlüsselwort. Ein echter Erinnerungseffekt kann nur erzielt werden, wenn die Zielgruppe über einen längeren Zeitraum mehrmals mit derselben Marke in Berührung kommt. D.h. für zum einen für die Unternehmen, dass der Influencer zu Marke/Produkt passen muss. Zum Anderen muss er zu den Werten und dem Unternehmen selbst passen.

 

Einmal ist keinmal

Natürlich können auch einmalige Kooperationen einem Zweck dienen. Nur ist dieser Zweck eben nicht „Branding“. Sondern ein einmaliger Auftritt sollte vielmehr auf Sales, Klicks oder Anmeldungen ausgerichtet sein. Natürlich sollte, man die Präsentation auch mit dem Influencer zusammen besprechen, um die Kommunikation nach außen anzupassen. Will man beispielsweise den Verkauf eines Produktes erhöhen, könnte man als Anreiz auf den Influencer zugeschnittene Rabattcodes einsetzen. Soll die Teilnahme an einem Event im Vordergrund stehen, könnte der Influencer  den Anmelde-Link mitteilen. Und wenn er selbst bei der Veranstaltung anwesend ist, wirkt das ganz auch authentisch.

Lange Rede, kurzer Sinn

 

Um einen Branding-Effekt zu erzielen, eignen sich nur langfristige Kooperationen. Für einmalige Zusammenarbeiten sollte die Kommunikation auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet und deutlich hervorgehoben sein.

 

 

Habt ihr schon mit Influencern zusammengearbeitet? Wie war das so? Hat es sich gelohnt? Wann macht Influencer-Marketing eurer Meinung nach Sinn? Teilt uns doch eure Erfahrungen mit – wir sind gespannt!

 

Autor: mbs