Markennamen international

Lusso? Kenn ich nicht!

Wir sind in den Alpen im Urlaub und gehen einkaufen. Endlich mal ein paar neue Geschäfte erkunden und nicht immer nur im altbekannten stöbern. Inmitten unseres Shoppingwahns bekommen wir jedoch ein komisches Gefühl. Ein Déjà-Vu, das hier alles schon mal gesehen zu haben. Moment mal, wer ist denn bitte dieser Dosenbach, wieso ist mein Schrank gefüllt mit seinem Sortiment und weshalb kommt mir dieses Logo so verdammt bekannt vor? Vermutungen überschlagen sich, doch halt – wir haben hier die Antworten. Diesmal waren es (wider aller Erwartungen) nicht die Schweizer, die es erfunden haben, sondern der Konzern selbst. Denn Dosenbach ist das Schweizer Deponent zu Deichmann. Gleiches Logo, selbe Produkte doch unterschiedlicher Name.

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Schauen wir uns dann aber mal um fällt schnell auf, dass nicht nur in unserem Nachbarland manche Marken anders benannt sind sondern, dass Unternehmen wie Nestlé, Langnese, Iglo, Dr. Oetker, Aldi auf der ganzen Welt verschiedene Namen besitzen. Dies hängt vor allem mit historischen, sprachlichen oder rechtlichen Gründen zusammen.

 

Marken im Sprachendschungel

Denn als der japanische Autohersteller Mitsubishi ihren neuen Geländewagen „Pajero“ weltweit auf dem Markt einführte, bedachten sie nicht, dass der Name auf Spanisch „Wichser“ heißt. Ups, vermerken wir das mal unter schlechter PR. Gleiches passierte bei dem Unternehmen Clairol. Ihr Lockenstab, mit dem Namen „Mist Stick“ war in englischsprachigen Ländern (Mist=Nebel) durchaus verständlich. Doch im deutschsprachigen Raum fragte man sich doch ernsthaft, was tierische Fäkalien und ein Lockenstab gemeinsam haben. Auch erst nachdem der schwedischen Konzern seinen Staubsauber in den USA mit dem Slogan „Nothing sucks like an Electrolux“ vermarktet hat, wurde die Doppelbedeutung des Verbs „to suck“ deutlich. Denn neben „saugen“ ist dies auch umgangssprachlich „schlecht/scheiße sein“.

Also wenn man dann mal doch genauer darüber nachdenkt, wird es immer verständlicher, dass Marken unterschiedliche Namen für andere Kulturen, Sprachlandschaften und Regionen verwenden müssen. Denn ein solches Marketing ruiniert nicht nur Produkt, sondern im Extremfall auch das Unternehmen selbst.

 

Unser Geheimtipp

Falls sie tatsächlich in der Schweiz sind, waren oder bald sein werden. Halten sie mal nach Lusso (Langnese) Ausschau, wir haben gehört, die sollen gutes Eis haben. 😉

 

Autor: Antonia Weber