Metadaten

Mit Metadaten kann man sehr viel über einen Nutzer erfahren. Ob er will oder nicht. Denn heutzutage versendet fast jede Anwendung auf dem Smartphone diese Daten und speichert sie irgendwo ab.

 

Mit jedem Telefonat, jeder SMS oder jedem Tweet werden die Daten übertragen. Vor allem die Metadaten von Social-Media-Plattformen sind interessant. Solche Daten nennt man „Daten über Daten“ oder wie die NSA es treffend erklärt: „Informationen über Inhalte, nicht aber die eigentlichen Inhalte“. Dabei werden Informationen zu Absender, Empfänger, Standorte oder Kommunikationsart weitergegeben.

Besonders im Social-Media-Bereich lässt sich so viel über den Nutzer herausfinden, ohne dass dieser aktiv Informationen preisgibt. Und wie das geht, zeigt das Unternehmen Inosoft  mit Tweetmap. Hier wurde eine interaktive Karte durch Geodaten der sozialen Plattform Twitter mit Google Maps, Earth und Street View verbunden. Dabei wurden nur öffentlich zur Verfügung stehende APIs verwendet. Damit konnte man ein ziemlich genaues Profil von verschiedenen Nutzern erstellen.

Wie groß die Fülle an Informationen ist, die übertragen werden, zeigen folgende Beispiele der Seite entwickler.de. Hier werden im Laufe des Berichts 4 Fälle von Metadaten-Übertragung vorgestellt. Im ersten Beispiel hat der der Niederländer Ton Siedsma eine Woche lang seine Übertragungen aufgezeichnet. Die Ergebnisse sind erschreckend. Auch in den Fällen 2, 3 und 4 zeigt sich schnell, welche Informationen von uns gesammelt werden.

 

Zum Bericht

 

Am Ende zeigt sich, dass man nach der Auswertung der Daten so ziemlich alles über die betroffenen Personen wusste. Man kennt allgemeine Angewohnheiten und viele persönliche Informationen sowohl über die Person selbst, als auch über nahe stehende Personen, wie Familienmitglieder oder Freunde. Und das obwohl niemand die Daten öffentlich gemacht hatte.

Seit einiger Zeit weiß man, dass Behörden, wie die NSA, diese Metadaten in großen Mengen sammeln. Und Politiker haben gleich zu Beginn klar gestellt, dass nur Metadaten interessant sind und die Inhalte außen vorgelassen werden. Durch die verschiedenen Experimente wird deutlich, dass der direkte Inhalt auch nicht nötig ist, um zu erfahren, worüber Sender und Empfänger sich austauschen.

 

Unser Fazit

 

Es ist erschreckend, wie viel Informationen wir täglich über uns preisgeben, ohne dass wir es überhaupt mitbekommen. Unternehmen können diese Daten nutzen, um uns Nutzer eine individuelle Werbung anzeigen zu können. Dennoch kann auch viel Unheil damit angerichtet werden, wenn diese Daten in die falschen Hände kommen. So kann man zum Beispiel mit Tweetmap einen ganzen Tagesablauf rekonstruieren.