Saarland-Marketing zeigt Wirkung?!

Baden-Württemberg hat es mit einem großen Budget schon gepackt. Das Saarland will es mit wenig Geld noch schaffen: mehr positive Beachtung in ganz Deutschland.

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Alles begann im Jahre 1999

Vor mittlerweile 17 Jahren begann die Herausforderung. „Nicht spießig, sondern supercool“ lautete  die Prämisse für das Standort-Marketing in Baden-Württemberg. Nur wie kriegt man einen derartigen Image-Wandel hin? „Mit einer Mischung aus Größenwahn und Sympathie, ganz so, wie es in der Werbung erwartet wird“ war die Antwort von Andreas Schüler. Er ist der Leiter des  Landesmarketing Baden-Württemberg. Als Folge daraus sei der mittlerweile bekannte Spruch „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“ entstanden.

Man müsse selbstverständlich mit Tatsachen glänzen, aber man dürfe sich auch mal gewisse Freiheiten nehmen. Deshalb habe man die deutsche Gewichtheber-Nationalmannschaft für eine Aktion gewinnen können. Für eine Familie von Fachkräften, die nach Baden-Württemberg umzog, stellte sich das Team als Umzugshelfer zur Verfügung. Die Aktion wurde mit effektiver Vermarktung verbunden. Laut Schüler mache sich die Originalität auch bezahlt. Neben den vielen Aktionen, zeige das Land einen besonders starken Online-Auftritt. Darüber hinaus wirke es bei Messen mit, um vor allem junge Menschen anzusprechen. Hier werden Blogger an einem eigenen Stand mit hochwertigen Inhalten versorgt. Zugleich informiert man über Baden-Württemberg.

 

Andere Länder, andere Mittel

Was vor Jahren begonnen hat, dauert bis heute an. Und nicht nur Baden-Württemberg will sein Image aufpolieren. Natürlich stehen Baden-Württemberg für ein aufwendiges Standort-Marketing dieser Art viel größere Mittel zur Verfügung als dem kleinen Saarland. Für den geschickten Einsatz dieses Etats erntet das Land den Respekt von Marketing-Experte Franz-Rudolf Esch. Er gehört unter anderem zu den Betreuern des Saarland-Marketings. Selbstverständlich haben sich die Saarländer ihr eigenes Motto ausgesucht: „Großes entsteht immer im Kleinen“. Ein Motto über das ein Jahr heftig diskutiert wurde. Es soll das Selbstbewusstsein stärken, sodass jeder Saarländer eine positive Ausstrahlung über die Grenzen seiner Region hinaus vermittelt.

Nach einer Befragung von mittlerweile 429 Personen bei unterschiedlichen Anlässen hat sich ein beachtliches Ergebnis gezeigt: 40 Prozent der Befragten sind schon mit dem Saarland-Marketing in Berührung gekommen, 19 Prozent davon außerhalb des Saarlandes. Aber soll uns diese nicht repräsentative Studie wirklich vom Erfolg der Kampagne überzeugen? Zunächst wurde die Marketing-Strategie auf fünf Jahre angelegt. Somit bleiben ja noch weitere drei Jahre das Saarland über die Grenzen hinweg zu bewerben. Die Kampagne kostet jährlich 1,5 Millionen Euro. Finanziert wird das Ganze von der Industrie- und Handelskammer.

 

Habt ihr schon mit dem Saarland-Marketing Kontakt gehabt? Wann und wo und bei welchem Anlass war das? Was ist eure Meinung dazu? Schreibt uns, das mbs-Team freut sich auf eure Stories!

 

Autor: mbs