WhatsApp Status: ein Erfahrungsbericht

Ein Geburtstagsgeschenk an die User von WhatApp

Vor nicht all zu langer Zeit führe WhatsApp ihr neuestes Feature die Statusfunktion ein. Pünktlich zum 24. Februar dem damit 8. Geburtstag von WhatsApp erschien das Status-Update. Doch was erwartete uns mit diesem Update? Sind nun die Geschäftsführer von WhatsApp mal wieder mehr in die Richtung Snapchat gegangen? Hinter Instagram und WhatsApp steht ja bekanntlich der CEO von Facebook, Mark Zuckerberg. Er kaufte schon damals, gewitzt wie er ist, Instagram und WhtasApp auf, doch Snapchat wollte einfach nicht. Daher ging es mit dem Kopieren, äh ich meine dem Einführen von „ähnlichen“ Features von Snapchat bei Instagram. Wie ich euch schon in meinem vorigen Blogbeitrag „Der Feature Kampf…“ berichten durfte  gab es ja da eine ähnliche Situation …
Wir erinnern uns damals führte Instagram die Funktion der kurzen Videos ein, die sich nach 24 Stunden wieder selbst löschen. Woher kennen wir das nochmal? Ah ja, stimmt ja, Snapchat. Falls ihr da nochmal einen Einblick wollt, lest >hier<.

Nun hat WhatsApp eine neuere und verbesserte Statusfunktion erhalten, die jedoch stark der Snapchat-Story ähnelt. Jetzt frage ich mich an dieser Stelle, was hat Zuckerberg vor? Mit der Funktion entwickelt sich WhatsApp weiter zu einem sozialen Netzwerk oder was ist der Zweck davon? Vielleicht gebt ihr ja dazu eine Vermutung in den Kommentaren ab, der beste Kommentar gewinnt auch etwas 😉

Der Feature Kampf Vol. II

Seit dem 24.02.  veröffentlichten die Macher hinter WhatsApp die neuste Version, mit der Ihr einfach und sicher Bilder und Videos mit Freunden und Kontakten teilen könnt. Natürlich sind auch die neuen Statusmeldungen Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Wie ich euch schon angekündigt habe, ist es nicht das erste Mal, dass sich WhatsApp sagen wir von branchenähnlichen Konkurrenten etwas Inspiration für ihren eigenen Nachrichtendienst bedient. Auch die Funktion der „neuen“ Bildbearbeitung ist doch auch eigentlich zuerst eine Innovation aus dem Hause Snapchat gewesen oder etwa nicht? Wie ihr sicherlich auch aus „wer nicht verkaufen will, wird kopiert“ wisst, hat auch Instagram bereits das Spiel des doppelten Lottchen mit den Snapchat-Stories betrieben.

Ich als kleiner BWL-Student, sehe das ja immer mit der Unternehmensbrille, dem Marktanteil und den Folgen für einen eventuellen Börsengang. Wie man weiß sucht Snapchat händeringend nach Investoren und für den unmittelbaren Börsengang von Snapchacht ist die Kopiererei à la Instagram und WhatsApp alles andere als förderlich. Vielleicht gehört diese „me too“ Strategie ja zu einem Plan die Konkurrenz bedenkenlos vom Markt zu vertreiben. Ach Zuckerberg, ich dachte du verbesserst die Welt *wein*…

Butter bei die Fische was kann es, was macht es – ein kurzer Guide.

Wer von euch das neue Feature nutzen will, der tut das wahrscheinlich bereits seit den letzten Wochen über den neu eingeführten Status-Button. Durch den WhatsApp-Status ist es möglich Videos oder Bilder als Status zu setzen. Sogar mehr als nur 1 Bild. Das von euch gewählte Format (Bild oder Video) wird dann automatisch beim Betrachter hintereinander abgespielt. Wenn ein Teil eures Status die Dauer über 24 Stunden überschreitet, dann fliegt er automatisch aus dem Statusstoryline raus. Jeder der einen Status erstellt, bietet die Möglichkeit seinen Kontakten aus dem Adressbuch diesen Status zu zeigen, sofern man nicht ein ausgewähltes Publikum in den Voreinstellungen auswählte.

Befindet man sich auf der „Startseite“ sieht man die neusten Statusmeldungen seiner Kontakte, bzw. von denen die einen Status gepostet haben.

Wie wählt man sein Publikum aus?

Bald kommt der Frühling und der Staden lädt wieder zum Feierabendbierchen ein. Da will man schnell nen Status-Post mit den Kollegen machen, doch was wenn der Chef das mit bekäme? Bestimmt kommt dann Neid auf oder so ein Kommentar wie „Ach der Herr Albrecht animierte mal wieder das Team zum saufen, so so“. Zu meinem Glück habe ich nicht die Handynummern meiner Chefs in meinem Adressbuch aber für die da draußen, die ihre Chefs in den Kontakten beherbergen für die gibt’sdie richtige Einstellung 😉

Grundsätzlich hat man hierfür 2 Optionen. Option 1, man wählt aus zwischen „Meine Kontakte außer…“ denjenigen welchen euren Status wie z.B der nörgelnde Chef nicht sehen sollte und allen anderen aus eurer Kontaktliste. Dann gibt es noch Option 2 dem „Teilen nur mit…“ diese Filtermöglichkeit ist ideal geeignet um seiner Familie mal schnell die Bilder vom Nachwuchs via Status zu zeigen. Wenn man allerdings bei dieser Funktion niemanden auswählt („Teilen nur mit..“) postet man sich mal schön selbst den Status, die Funktion für die Egomanen unter uns 😉

Gibt es auch Gefahren?

Klar, mein EDV Lehrer sagte auf der Berufsschule immer: „Wer ins Netz geht, muss aufpassen sonst ist er für immer verloren“ – wahrscheinlich spielte er damit auf die Integrität der eigenen Privatsphäre im Netz an. Jedenfalls WhatsApp basiert auf den Kontaktdaten und -adressen die man auf seinem Handy eingespeichert hat. Bei mir ist das ein bunter Mix aus Freunden, Familie, aber auch Dozenten, Kommilitonen, Nachhilfelehrer und nicht zuletzt auch geschäftlichen Kontakten. Nun lädt der neue Status ja dazu ein mal schnell ein Bild oder Video zu machen das anschließend hochzuladen und 24 Std. in seinem Schaukasten zu präsentieren.

Das kann aber auch jeder deiner Kontakte sehen, sofern man es nicht eingestellt hat, wer den Status sehen darf. Also auch die Freunde, die es vielleicht feiern, die Kollegen die es belächeln aber nicht so nahe stehende Kontakte wie Geschäftspartner könnte der ein oder so andere gewagte Statuspost sehr irritieren wenn nicht sogar verstören. Wenn ihr euch jetzt fragt, was postet der denn für ein Zeugs? Nun ja, ich poste nun auch keinen Hardcore-Status *husthust*, aber ich kenne Menschen die sollten definitiv zuerst denken bevor sie posten. Und da ja genau das dem Durchschnittsmensch nicht so liegt ist hier mal auch ein erhöhtes Gefahrenpotenzial dem neuen Status-Update dem Messenger zuzuschreiben. Bei Snapchat erhalten wir jedenfalls eine Benachrichtigung wenn jemand einen Screenshot unseres Status anfertigt, bei WhatsApp ist dies noch nicht der Fall…

 

 

 

 

Autor: Stefan Albrecht