Wie junge Marken den Weltmarkt erobern

Bloß keine Rosinen!

Sie sind jung, sie sind wild und sie wollen den ganz großen Erfolg: Neue Start-Ups regieren den momentanen Weltmarkt.

Anzeige:

Interbrand international hat vor Allem durch seine globalen „Best Brand“ Rankings große internationale Bekanntheit erlangt. Als Neuheit legt das Markenberatungsunternehmen nun erstmals eine große Studie zu den weltweit aufstrebendsten und markenorientiertesten Start-ups vor.

In der Kategorie „Growing together: Building businesses around people“ schaffte es das deutsche Unternehmen MyMuesli auf Platz vier. 2007 gegründet, verschifft das Unternehmen Bio-Müsli in die ganze Welt. Zuerst nur online erhältlich, eröffnete das Unternehmen nach und nach mehrere Filialen in ganz Deutschland. Weil alles ganz individuell zusammenstellbar ist, bieten die Jungunternehmer den Kunden genau das, was sie wollen: Selbst entscheiden, wie ihr Frühstück aussehen soll. Keine Rosinen? – Kein Problem! Mehr Crunch, weniger Lapidar, no worries, alles machbar, alles möglich. Dieses Konzept fruchtet und das langweilige Früchtemüsli beim Discounter nebenan, hat durch den Konzern ganz schön Konkurrenz erhalten. Es wird schnell klar, was die Kunden wollen: Mehr Individualität und mehr Selbstbestimmung, in allen Lebenslagen.

Daumen hoch für das deutsche Unternehmertrio Hubertus Bessau, Philipp Kraiss und Max Wittrock und MyMuesli.

Blick in die Zukunft der Marken

Ob nun individualisierte Schlüsselanhänger, Kugelschreiber mit eingraviertem Namen oder eben die ganz eigene Müslimischung. Kunden wollen sich selbst in dem Produkt wiedererkennen, dass sie kaufen. Vielleicht ist dies ein Trend, der uns zurück zu den Anfängen befördert? Früher, in der guten alten Zeit, als man noch (fast) alles selbst gemacht hat, konnte man stolz auf sein Werk sein. Doch durch die Entwicklung hin zum selber kaufen, statt machen, erfüllt uns eine Müslipackung mit unserem ganz eigenen „Rezept“ doch mit Glück und Wonne. Es erweckt den Eindruck, als ob wir an dem Prozess der Herstellung selbst den Kochlöffel geschwungen haben und somit Teil des Unternehmens sind. Ein gutes Gefühl, dass viele Menschen weltweit zu teilen scheinen.

 

Autor: Antonia Weber